Puh … ein anstrengendes Wochenende geht vorbei und leider ist damit auch die Illusion gestorben, dass dieses Jahr vielleicht nicht so schlimm wird wie das letzte.
13 Neuankömmlinge, einer schlimmer zugerichtet als der andere. Zumeist Folgen von Revierkämpfen, aber auch überlebte Angriffe und entsprechend traumatisierte Tiere. Dazu Dachbodenfunde und Strangulationen am Nest.
Vier arme Seelen konnten wir leider nicht retten. Die Verletzungen waren zu schlimm und bei zwei war die Sepsis bereits zu weit fortgeschritten. 😢
Der Rest kuriert sich nun erst einmal aus.Wir freuen uns über gedrückte Daumen
Bitte entschuldigt, dass es diesmal kein detailliertes Update gibt, aber wir sind einfach nur k.o.
Ein großes Dankeschön auch an unsere Kurierfahrer ❤️
Von diesen 13 Aufnahmen konnten lediglich 4 Finder die Tiere selbst zu uns bringen.
Daher auch nochmal die Bitte:
Wer sich vorstellen könnte, uns im Fahrerteam zu unterstützen, darf sich gerne melden. Selbst Teilstrecken, vor allem aus dem Raum Kaiserslautern oder Landau in unsere Richtung, würden uns bereits enorm sehr helfen. ❤️
Unser Projekt wird gefördert durch die
Heinz Sielmann Stiftung.
Willkommen bei der Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Staatlich anerkannte Auffangstation für Mauer- und Alpensegler mit Erlaubnis nach §11 TierSchG.
Wir freuen uns, dass du hier bist!
Als gemeinnütziger Verein setzen wir uns nachhaltig für den Schutz und die Erhaltung von Mauer- und Alpenseglern ein. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, verletzte oder hilfsbedürftige Vögel fachgerecht zu pflegen und nach erfolgreicher Rehabilitation wieder auszuwildern. In unserer professionell ausgestatteten Pflegestation gewährleisten wir gemeinsam mit unserer Partnerorganisation, der Deutschen Gesellschaft für Mauersegler e.V. (Mauerseglerklinik in Frankfurt a. M.), eine umfassende medizinische Betreuung, die den Tieren eine bestmögliche Rehabilitation ermöglicht.
Darüber hinaus leisten wir wichtige Aufklärungsarbeit, um die Öffentlichkeit über die vielfältigen Bedrohungen für diese Arten zu informieren. Angesichts des bundesrechtlichen Schutzes der Mauersegler sowie ihrer Brutstätten gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz engagieren wir uns auch für die Einhaltung der geltenden Vorschriften bei baulichen Maßnahmen, wie beispielsweise Haus- und Fassadensanierungen. Zudem bieten wir kompetente Beratung bei der Planung und Anbringung von Nisthilfen an.
Leider erreicht die Anzahl der verletzten und hilfsbedürftigen Segler jährlich neue Rekordzahlen. Da wir als ehrenamtlicher Verein auf Spenden und Hilfe angewiesen sind, freuen wir uns also über jeden, der uns unterstützen möchte. Sei es durch eine Spende, durch ehrenamtliche Arbeit oder durch Verbreitung unserer Mission.
Gerettete Segler seit 2016
Der Mauersegler
(Apus apus) ...
- verbringt etwa 95% seines Lebens im Flug und schläft sogar dort
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fliegt in Höhen bis zu 3000 Metern
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kann über 150 km/h schnell fliegen
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kehrt jedes Jahr zum selben Nistplatz zurück
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kann über 20 Jahre alt werden
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trinkt im Tiefflug aus Gewässern
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stimmt Ende April mit lautem den Sommer bei uns ein
Aktuelle Facebook-Beiträge
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 10.05.2026
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 08.05.2026Vor einigen Tagen erreichte uns mal wieder ein Hilferuf, der einen einfach nur fassungslos zurücklässt.😢
Es war einmal im Saarland… So könnte diese Geschichte beginnen. Und leider ist es wieder keine, die gut ausgeht.
Eine junge Frau brachte einen am Boden gefundenen Mauersegler in eine Station. Dort wurde das Tier offenbar kurz angeschaut. Wie genau alles ablief, wissen wir nicht. Am Ende bekam sie den Segler mit den Worten zurück: „Dem fehlt nichts, den können Sie wieder freilassen.“
Schon alleine das macht uns sprachlos.
Sichtlich überfordert, verunsichert und mit einem sehr schlechten Gefühl stand sie da. Zum Glück hörte sie auf ihr Bauchgefühl und ließ ihn nicht fliegen.
Nach einigem Hin und Her fand sie schließlich irgendwie zu uns. Es konnte noch ein Transport zu einer unserer unterstützenden Stellen im Saarland organisiert werden.
Doch es war zu spät.
Der „gesunde“ Mauersegler, dem angeblich nichts fehlte und der nur Stunden zuvor noch hätte freigelassen werden sollen, starb kurze Zeit später.
Einfach so.
Ich kann euch nicht sagen, wie schockiert ich bin. Schockiert über diesen Ablauf. Schockiert darüber, wie leichtfertig hier entschieden wurde. Und schockiert darüber, dass man überhaupt auf die Idee kommt, Mauersegler wieder an Finder mitzugeben.
Denn selbst wenn äußerlich alles in Ordnung wirkt, was nur selten der Fall ist, kann auf diesem Weg bereits unheimlich viel schiefgehen.
Vom Rechtlichen ganz zu schweigen. Darum soll es hier aber gar nicht gehen.
Dieser Altsegler war verletzt.
Wir fanden mehrere Wunden und Krusten, deutliche Hinweise darauf, dass ein Angreifer, vermutlich eine Katze, an ihm war.
Dieses Tier hätte Ruhe gebraucht. Zeit. Eine gründliche Untersuchung. Und vor allem eine sofortige medikamentöse Versorgung.
Dann hätte er vielleicht eine Chance gehabt. Garantieren kann man das nie. Aber eines kann ich mit absoluter Sicherheit sagen:
Dieser Vogel war nicht gesund. Nicht stabil. Und in keinem Zustand, in dem man ihn hätte auswildern dürfen.
Hätte die Finderin nicht so gehandelt, wäre er vermutlich abgestürzt und draußen qualvoll verendet.
So blieb ihm zumindest ein weiterer Absturz erspart. Sein Leben verlor er dennoch.
Und es bleibt dieses Gefühl: Es hätte nicht sein müssen.
Es ist so sinnlos.
Auch deshalb trifft mich dieser Fall besonders. Erst vor wenigen Wochen habe ich sechs Stunden lang genau über solche Situationen referiert.
Mein dringender Appell und damit dieser Tod nicht völlig umsonst war:
Bitte wildert Mauersegler nicht einfach wieder aus.
Es ist extrem selten, dass ein am Boden gefundener Mauersegler wirklich nichts hat.
Gerade aktuell sind die Ursachen häufig Revierkämpfe oder Anflugtraumata. Nicht selten kommen danach noch Verletzungen durch Katzen oder andere Angreifer hinzu.
Auch wenn ein Segler zunächst einen guten Eindruck macht, ist das oft Adrenalin. Die Tiere sind aufgebracht, wollen weg und wirken dadurch stabiler, als sie tatsächlich sind.
Was danach passiert, sehen wir immer wieder: Nach einigen Stunden bauen sie ab.
Dann zeigen sich die Symptome. Erschöpfung. Schmerzen. Schwäche.
Sie sitzen kauernd in den Ecken ihrer Boxen und sind einfach nur dankbar, endlich zur Ruhe kommen zu dürfen.
Der Körper muss gründlich untersucht werden. Nach Wunden, nach kleinsten Verletzungen, nach allem, was von außen vielleicht kaum sichtbar ist.
Denn selbst kleinste Verletzungen können zu einer tödlichen Sepsis führen.
Und keinem Segler schadet es, 24 Stunden unter Beobachtung zu bleiben.Wenn dann wirklich alles unauffällig ist, könnte man über eine Auswilderung nachdenken.
Alles andere gefährdet ihr Leben.
Und sie haben nur dieses eine Leben 💔