🐦 Für die nächste Mauersegler-Saison: Wir suchen ehrenamtliche Pfleger:innen aus unserer Region(Metropolregion Rhein Neckar/ Rhein Neckar-Kreis /Kreis Bergstraße)
Die Pflege von Mauerseglern ist keine Sommerbeschäftigung zum Zeitvertreib – sie ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, bei der es um das Wohl und die erfolgreiche Aufzucht verletzter oder verwaister Jungvögel geht.
Wir suchen für die kommende Saison zwei zuverlässige Menschen aus unserer Region, die bereit sind, Zeit, Aufmerksamkeit und Herz in diese Arbeit zu investieren.
Wie läuft das ab?
Nach gründlichen und intensiven Schulungen bei uns und einer Kontrolle Ihrer räumlichen Gegebenheiten können Sie die Pflege von zuhause aus übernehmen.
Zu Beginn betreuen Sie nur wenige, unkomplizierte Jungvögel. Schritt für Schritt steigern wir gemeinsam die Verantwortung.
Wichtig:
Das Pensum ist mit Beruf und Alltag nicht immer leicht zu vereinbaren. Ideal ist es, wenn Sie im Homeoffice arbeiten, zeitlich flexibel sind oder sich bereits im Ruhestand befinden. Nur so können die Tiere zuverlässig und mehrmals auch im engen Abstand täglich versorgt werden.
Was wir stellen:
Pflegeequipment für die gesamte Zeit
Futter und alle notwendigen Materialien
Fachliche Anleitung und ständige Erreichbarkeit bei Fragen
Einen klar strukturierten Pflegeplan
Was wir erwarten:
Zuverlässigkeit: Die Tiere müssen pünktlich und mehrmals täglich versorgt werden – auch bei Hitze, Müdigkeit oder wenn Freunde ins Schwimmbad gehen.
Durchhaltevermögen: Ein vorzeitiger Abbruch ist für uns und die Tiere immer mit zusätzlichem Stress verbunden und bedeutet, dass unsere investierte Zeit und Schulung ins Leere laufen.
Verantwortungsbewusstsein: Sie arbeiten mit Lebewesen, die ohne Ihre Hilfe nicht gesund groß werden können.
Verzichtsbereitschaft: Hochsaison ist im Sommer – statt Strand und Cocktail heißt es schwitzen, füttern und Leben retten.
Für wen ist das geeignet?
Für Menschen, die:
zeitlich flexibel sind (Homeoffice oder Ruhestand sind besonders geeignet)
Tierpflege ernst nehmen
sich auf eine feste Aufgabe einlassen können
die Erfüllung darin sehen, aktiv Artenschutz zu leisten
Was Sie zurückbekommen:
Das unbezahlbare Gefühl, Leben gerettet zu haben – und Teil einer Gemeinschaft zu sein, die sich mit Herz und Fachwissen für den Erhalt einer geschützten Vogelart einsetzt.
📩 Bewerbung
Schreiben Sie uns mit einer kurzen Vorstellung Ihrer Person, Ihrer Erfahrung im Umgang mit Tieren und einer Beschreibung Ihrer räumlichen Möglichkeiten an:
📧 [email protected]
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 22.08.2025
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 19.08.2025Die Inkubatoren und Boxen füllen sich weiter.Von winzig klein bis fast startklar, von verhungert bis viel zu speckig zum Fliegen – alles ist im Moment dabei. Auch in den Startboxen wird fleißig trainiert und sich auf die große, weite Welt vorbereitet.
In den letzten Tagen hatten wir zudem wieder Übernahmen aus anderen Stationen und von Privaten Pflegestellen– erfreulicherweise überwiegend in gutem Pflegezustand ❤️ , leider jedoch nicht alle. Jene, die das Pech hatten, in falsche Hände zu geraten, hat es umso härter getroffen.
Wie ihr wisst, müssen wir uns mittlerweile regelmäßig mit diesem Thema befassen: Mit welcher Selbstverständlichkeit und Uneinsichtigkeit – oder teilweise völliger Unkenntnis des tatsächlichen Zustandes – die Tiere bei uns abgegeben werden, ist erschreckend. Ich komme kaum noch hinterher, Berichte zu schreiben und die zuständigen Behörden, Verbände und Organisationen, denen diese Menschen angehören, zu informieren.
Besonders betroffen gemacht hat uns in der vergangenen Woche ein Mauersegler aus Karlsruhe. Eine private Pflegestelle, die offenbar für eine Wildtierorganisation tätig ist, meldete sich, weil ihr Mauersegler nach mehreren Tagen und dutzenden Flugversuchen nicht starten wollte. Sofort gingen bei uns alle Alarmglocken an. Wir baten darum, das Tier zu übernehmen – was nur widerwillig geschah.
Die Befürchtungen bestätigten sich: Angekommen ist ein völlig abgemagerter Jungvogel mit gerade einmal 29,5 g Gewicht (es hieß, „das sei normal, dass sie dünner werden“), einem massiven Gefiederschaden sowie einer schmerzhaften, alten und bereits versteiften Schulterluxation in Kombination mit einer Coracoid-Fraktur. Und trotz all dieser massiven Probleme wurde er noch wenige Stunden vor der Übernahme zu wiederholten Flugversuchen gezwungen.Statt Einsicht zu zeigen, forderte man sogar die Rückgabe, sollte eine Euthanasie in Betracht gezogen werden – man „glaube an Wunder und wolle das nicht“. Eine Herausgabe erfolgte selbstverständlich nicht. Das Tier wurde unserer Tierärztin vorgestellt und musste aufgrund der nicht mehr herstellbaren Flugfähigkeit eingeschläfert werden.
Auch aus Berlin erreichte uns eine regelrechte Horrorliefung von neun armen Seelen, zu der es kaum Worte braucht: verdreckt, krank, geschwächt und am Ende.
Aus dem Saarland kamen ebenfalls drei Vögel in erschreckendem Zustand – verschmutzt und abgemagert. Einer von ihnen starb bereits in der ersten Nacht. Wir hatten noch am Abend eine der Pflegerinnen kontaktiert und sehr sachlich nach einer Erklärung gefragt: Wieso waren die Tiere in solch einem Zustand, und warum wurde nicht früher Hilfe gesucht, obwohl klar war, dass es ihnen schlecht ging?Die Antwort fiel leider kindisch und respektlos aus: „Ich erkläre dir gar nichts. Meld dich bei der Leitung, schönen Abend noch.“
Da ich selbst unter großem Zeitdruck stand und nach Frankfurt musste, übernahm am nächsten Tag unsere Kirsten das Gespräch. Sie konnte mit reiferen und verantwortungsbewussteren Menschen dort einen längeren Austausch führen. Der Inhalt entschuldigt den Zustand der Tiere in keiner Weise, gibt uns aber die Hoffnung, dass wir gemeinsam Lösungen finden können, damit so etwas künftig nicht mehr vorkommt.
Wir bedauern sehr, dass es trotz unseres letzten Beitrags und trotz klarer Worte noch immer Menschen gibt, die diese Missstände nicht ernst nehmen. Menschen, die glauben, es gäbe beim Umgang mit Tieren ein „Dazwischen“ zwischen gut und schlecht, dass man Abstriche bei der Pflege machen könne oder dass manches „nicht so schlimm“ sei – weil sich sonst niemand mehr zur Pflege bereitfinden würde.Dazu sagen wir ganz klar: Nein! Entweder man macht es ordentlich, sachlich und korrekt – oder gar nicht. Denn das, was bei Nachlässigkeit herauskommt, sehen wir täglich an den erschreckenden Zuständen der Tiere.Sie leiden !
Kaum jemand hat eine Vorstellung davon, wie belastend und erschütternd es ist, diese wundervollen Tiere in solch erbärmlichen Zuständen vorzufinden – und gleichzeitig zu wissen, dass man vielen von ihnen mit nichts auf der Welt mehr helfen kann.
😔
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 11.08.2025In den letzten Tagen haben uns wieder einige Notfälle erreicht – überwiegend aus dem süddeutschen Raum. Besonders schön war diesmal, dass es auch Übernahmen mit nur leichten Gefiederschäden gab – und die Tiere insgesamt in so gutem Zustand waren, dass einem einfach das Herz aufgeht. Gestern durften wir einen Alpensegler und einen Mauersegler aufnehmen, deren Gefieder nur minimale Defekte hatte. Der Mauersegler konnte nach einer kleinen Gefiederkorrektur bereits heute gemeinsam mit unserer Startgruppe in die Freiheit entlassen werden. Der Alpensegler genießt inzwischen die Gesellschaft seiner Artgenossen und wird in absehbarer Zeit ebenfalls wieder in die Lüfte starten können.
Aus dem Tierheim Stuttgart haben uns zudem vier junge Mauersegler erreicht. Leider zeigt einer von ihnen sturzbedingte Lähmungserscheinungen. Hier müssen wir nun abwarten, wie sich sein Zustand entwickelt. Vielen Dank an das Tierheim Stuttgart für die gute Zusammenarbeit – trotz der Distanz.
Auch einige Hilferufe zu Mehlschwalben haben uns in den letzten Tagen erreicht. Da in der näheren Umgebung derzeit keine weiteren Plätze frei sind, übernehmen wir vorübergehend kurz die Versorgung. Die kleinen Schwalben ziehen in Kürze gesammelt zu Die Krähenmutti , wo sie optimal auf ihre Auswilderung vorbereitet werden.
Die kommenden Tage sollen sehr heiß werden – achtet deshalb besonders auf eure Umgebung. Es ist noch nicht vorbei: Vereinzelt sitzen noch kleine Mauersegler in den Nestern, die bei der Hitze springen werden, und auch die Schwalben sind teilweise noch mitten in ihrer Brut.🖤
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 07.08.2025Heute hat sich die schöne Malu gemeinsam mit elf weiteren Mauerseglern in den strahlend blauen Himmel erhoben.
Malu war nun etwa sechs Wochen bei mir – in einer Zeit, die geprägt war von Chaos, Überlastung und Ausnahmezustand. Trotzdem: Nicht eine einzige Feder von ihr hat darunter gelitten.
Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Arbeit.
Denn es ist möglich, auch unter hohem Druck höchste Pflegestandards aufrechtzuerhalten – wenn man weiß, was man tut. Und genau das ist notwendig, um diesen Tieren den Start in ein gesundes, freies Leben zu ermöglichen.
Zur Erinnerung: Ein paar grundlegende Fakten zur artgerechten Pflege von Mauerseglern – ohne Ausnahmen, ohne Diskussion.
– Das Gefieder muss jederzeit sauber und glänzend sein Verschmutzungen sind sofort zu entfernen.
– Die Kehle muss weiß sein. Kein Futterreste. Keine gelben Flecken. WEIẞ!
– Gefüttert wird ausschließlich mit geeigneten Insekten.Kein hektisches vor dem Schnabel gefuchtel und auch kein stoßartiges einführen der Pinzette ( hohes Verletzungs Risiko)
– Eine Ergänzung mit Mineralstoffen und Vitaminen ist zwingend erforderlich. Korvimin ZVT ist Standard. Alternativen sind möglich, aber: Nekton MSA allein ersetzt Korvimin nicht und reicht nicht aus!
– Spätestens alle zehn Tage muss eine Injektion mit Vitamin-B-Komplex (nicht B12) erfolgen – subkutan in die Kniefalte, durch tierärztliches Fachpersonal oder geschulte Pfleger.
In bestimmten Fällen – etwa bei Krankheit oder medikamentöser Behandlung – ist eine häufigere Gabe erforderlich.
Die orale Gabe ist beim Mauersegler nicht ausreichend. Sie überdeckt möglicherweise kurzfristig Symptome, ändert aber nichts am Defizit.
Ein Vitamin-B-Mangel beginnt schleichend mit Appetitverlust, führt zu neurologischen Ausfällen, Krämpfen – und endet mit dem Tod.
Appetitlosigkeit wird oft als normales Verhalten fehlinterpretiert.
Fakt ist: Hier verweigern weniger als ein Prozent der Tiere dauerhaft die Nahrungsaufnahme. In den allermeisten Fällen handelt es sich nicht um Verweigerung, sondern um beginnende Mangelerscheinungen.
Ein Mauersegler, der unterversorgt in die Freiheit entlassen wird, hat kaum Überlebenschancen.
Ein bereits entstandenes Defizit lässt sich durch natürliche Nahrung draußen nicht mehr kompensieren.
Die Folge: Der Vogel stürzt irgendwann zu Boden – und stirbt.
Wer nicht in der Lage ist, diese Anforderungen konsequent einzuhalten –
wessen Mauersegler nicht so aussehen wie Malu –
sollte die Finger von diesen Tieren lassen.
Unterstützt Stationen.
Lernt es von Grund auf ,Pflegt unter Anleitung einfacherere Arten.
Aber hört auf, diese hochspezialisierten Wildtiere durch Unwissenheit oder Nachlässigkeit zu gefährden.
Alle Informationen zur sachgerechten Pflege unter:
www.mauersegler.com
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 06.08.2025In den letzten Tagen haben wir erneut mehrere Mauersegler für die Mauerseglerklinik mit Gefiederschäden übernommen – vorrangig von anderen Pflegestellen aus Deutschland.
Manchmal frage ich mich, ob meine Ansprüche an Haltung und Hygiene zu streng sind ( ich weiss das es nicht so ist ) aber so viele Tiere erreichen uns in bedenklichem Zustand – verschmutzt, verklebt, oft ohne angemessene Behandlung.
Solche Mängel erschweren die Pflege erheblich und können im schlimmsten Fall tödlich enden.
Gestern kam ein Transport aus dem Saarland:
Sechs Mauersegler wurden dort einen Tag zuvor einfach vor die Tür einer Pflegestelle abgestellt – ein Vorgehen, das absolut nicht akzeptabel ist.
ABER: Alle Tiere waren in einem guten Zustand – sauber, stabil, kräftig. Eine erfreuliche Ausnahme, vorallem aus dieser Region.
Wir halten weiter die Stellung. Das Wetter stabilisiert sich, Auswilderungen stehen bevor – gleichzeitig erreichen uns täglich neue Notfälle.
Bitte denkt an uns ,die Futterkosten sind noch immer Hoch und nun kommen vermehrt Kosten für Abstriche und Labordiagnostik dazu.
Die Saison ist noch nicht vorbei.🖤
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 02.08.2025Wenn der Himmel ruft …
Heute war es so weit: Das Wetter war trocken, die Bedingungen gut – also haben wir unseren Schützlingen die Freiheit geschenkt, auf die sie so lange vorbereitet wurden.
Zuerst erhoben sich zwei Mauersegler in die Lüfte – schnell, zielstrebig und mit der typischen Eleganz ihrer Art. Ihnen folgten acht Alpensegler. Drei adulte Tiere, die sich von ihren Verletzungen vollständig erholt haben, machten den Anfang und führten die Gruppe an. Kurz darauf folgten fünf, die wir von klein auf begleitet haben – unsere einst winzigen Minis, darunter auch unser Goliath. Was für ein Gefühl, ihn nun stark und bereit in den Himmel starten zu sehen.
Die Freilassung der Alpensegler ist jedes Mal ein Moment voller Spannung. Ihre Masse verlangt ihnen beim Start etwas mehr Kraft ab als ihren kleineren Verwandten, den Mauerseglern. Deshalb lasse ich sie grundsätzlich von der Leiter aus starten – so bekommen sie den kleinen Extra-Schub, den sie brauchen. Nur weil sie bei einer "Zwergen-Ersatzmama" aufgewachsen sind, sollen sie ja keine Nachteile haben. 😉
Ein riesiges Dankeschön an unsere tollen Helfer, die uns heute begleitet und mit Fernglas jeden Start aufmerksam bis hoch in den Himmel verfolgt haben.
Macht’s gut, ihr tapferen kleinen Riesen. 🖤
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 01.08.2025
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 30.07.2025Vielleicht erinnert ihr euch noch an unsere beiden kleinen Schwalbenkinder die auf dem Misthaufen noch im Ei steckend gefunden wurden. Heute haben sie ihre Reise zur lieben Krähenmutti angetreten, um dort auf die Freiheit vorbereitet zu werden.
Eine der beiden wird vermutlich überwintern müssen. Sie war von Anfang an die Schwächere und hatte immer wieder kleine Problemchen während der Aufzucht – das zeigt sich nun leider auch ein wenig im Gefieder. Als sie zu uns kamen, waren beide stark ausgekühlt und es sah nicht gut aus.Aber die kleine hat tapfer gekämpft und wird den restlichen weg auch noch schaffen.
Es hat viele schlaflose Nächte gebraucht, um die Winzlinge zu stabilisieren – mit Fütterungen alle 30 Minuten, winzige Insekten, rund um die Uhr. Ich war so erleichtert, als es endlich bergauf ging.
Jetzt heißt es loslassen. Die beiden haben so viel geschafft – und ich wünsche ihnen von Herzen, dass sie ihren Weg weitergehen können, Stück für Stück in Richtung Himmel.
Danke an Sandra das die kleinen nun in besten Händen sind 🖤
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 30.07.2025Da uns derzeit vermehrt Anfragen erreichen, wann wieder Schulungen stattfinden, möchte ich hier kurz etwas Klarheit schaffen:
Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich dazu noch nichts sagen.
Wir befinden uns noch mitten in der Hochsaison. Die Notfallzeit der Alpensegler beginnt gerade erst, und wir übernehmen bereits erste Gefiederschäden zur Entlastung der Mauerseglerklinik.
Es ist schlicht keine Zeit, in der ich überhaupt Kapazitäten habe, mich mit der Planung von Schulungsterminen zu befassen.
Vielleicht im Winter, vielleicht erst im Frühjahr – ich weiß es nicht, und ich möchte mich momentan auch nicht auf feste Termine festlegen.
Nach dieser extrem fordernden Saison liegt der Fokus zunächst darauf, die nächsten Schritte für die Zukunft gut vorzubereiten – damit sich ein Jahr wie dieses nicht wiederholen muss. Wir möchten sicherstellen, dass auch in Zeiten erschöpfter Kapazitäten keine Finder allein gelassen werden und eine gute Beratung gewährleistet ist.
Dafür ist viel zu organisieren und neu aufzustellen.
Erst wenn das geschafft ist, kann ich überlegen, ob und in welchem Umfang Schulungen wieder möglich sind.
Und nach all dem wäre auch eine kleine Pause – ganz seglerfrei wird sie ohnehin nicht – sicherlich nötig und willkommen.
Sobald wir neue Schulungstermine und die Rahmenbedingungen festgelegt haben, werden wir sie selbstverständlich rechtzeitig bekannt geben.
Ich bitte daher weiterhin um etwas Geduld – und danke euch herzlich für euer Verständnis.
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 29.07.2025Warum ich in meinen Schulungen immer wieder so eindringlich auf Hygiene poche
Ich sage es nicht aus Prinzip und auch nicht, weil ich besonders streng sein will – sondern weil es über Leben und Tod entscheidet:
Hygiene bei der Versorgung von Mauerseglern ist absolut unerlässlich.
Eine unsaubere Fütterung ist niemals „nicht so schlimm“. Auch wenn nur ein bisschen Futter an den Federn klebt – das kann schwerwiegende und oft tödliche Folgen haben.
Im besten Fall ist nach dem Füttern keine einzige Feder nass.
Warum ich das immer wieder so deutlich mache, zeigen die folgenden Bilder.
Dieser Mauersegler kam gestern in unsere Obhut – aus einer Pflegestelle, die ihn erst spät übernommen hat, nachdem das Schlimmste bereits geschehen war.
Zuvor wurde er in privater Haltung betreut – dort wurde er derart unsauber gefüttert, dass er komplett verschmiert war. Die Futterreste waren bereits am Verderben. Die daraus entstandene Keimbelastung war massiv.
Und was dann passiert, ist leider kein Einzelfall:
Auch wenn solche Tiere zunächst noch munter wirken, ist ihr Körper innerlich längst im Ausnahmezustand.
Die Keime breiten sich aus, Infektionen entstehen, das Immunsystem ist überfordert.
Bei diesem Vogel hatten sich die Augen so stark entzündet, dass er nie wieder hätte sehen können.Die Augen regelrecht zerfressen vom Eiter.Eine Rettung war nicht mehr möglich.
Und solche Fälle werden häufiger – wir bekommen zunehmend Mauersegler, die aus schlechter Haltung stammen. Nicht nur von Privatpersonen, sondern auch aus Tierschutzeinrichtungen.
Verschmiert, geschwächt, verletzt – viel zu oft bereits jenseits des Rettbaren.
Deshalb betone ich es unermüdlich:
Zur Versorgung gehört mehr als nur Füttern. Es braucht Sorgfalt, Wissen – und vor allem konsequent saubere Bedingungen: sauberes Futterbesteck, gründlich gewaschene und desinfiziert Hände,gefiederschutz und sichere Fütterungstechnik.
Wer nicht in der Lage ist, einen Mauersegler sauber und ohne Gewalt zu füttern, sollte es bitte lassen – egal ob privat oder im Namen des Tierschutzes.
Denn wenn das Ergebnis Leid ist, war es keine Hilfe.