Es geht nichts mehr...
Durch die kurzfristige Übernahme Mauersegler aus einer akut erkrankten Pflegestelle sind unsere Kapazitäten vollständig erschöpft. Bis mindestens Mitte bzw. Ende nächster Woche können wir leider keine weiteren Tiere aufnehmen.
Diese Entscheidung fällt uns alles andere als leicht. Es tut uns unendlich leid um jeden einzelnen Mauersegler, der in dieser Zeit keine Hilfe bei uns finden kann.
Wir suchen weiterhin dringend eine Mitfahrgelegenheit aus dem Raum Mannheim in Richtung Hamburg.
Von Herzen danken wir allen Auffangstationen, Pflegestellen, Fahrern und Helfern, die gerade alles geben, um diese schwierige Situation gemeinsam zu überbrücken.
Ohne euch wäre die Versorgung vieler Tiere schon längst nicht mehr möglich.
Bitte meldet euch bei Jeanette damit wir wissen wo Segler sitzen die übernommen werden sollen.
Wir hoffen sehr, dass wir bald wieder helfen können. Bis dahin bitten wir um euer Verständnis.
Traurige Grüße...
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 25.06.2026
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 23.06.2026
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 22.06.2026Könnten sich stellen aus der Umgebung die Mauersegler überbrücken könnten und erreichbar sind für Finder bei uns melden , ob wir Finder verweisen dürfen? Wir stoßen allmählich an unsere Grenzen und bräuchten etwas Puffer ❤️
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 20.06.2026Ihr Lieben,
bitte habt etwas Nachsicht mit uns.
Wir geben jeden Tag unser Bestes, aber der Ansturm in dieser Saison ist gewaltig. Im Minutentakt erreichen uns Nachrichten, Anrufe und Hilferufe. Bereits vor Monaten haben wir dringend nach Unterstützung gesucht. Einige neue Helfer konnten wir zwar gewinnen, doch gerade im Bereich Telefonberatung und Notfallannahme fehlen uns weiterhin Menschen.
Manche Helfer, auf die wir gehofft hatten, sind leider pünktlich zum Saisonbeginn wieder abgesprungen.
Aktuell stemmen Kirsten und ich einen Großteil der Organisation, die Telefonberatung und die Koordination der Fahrten nahezu alleine. Gleichzeitig müssen viele Mauersegler versorgt, gefüttert, behandelt und dokumentiert werden. Irgendwann lässt sich das alles nicht mehr parallel bewältigen.
Deshalb können wir das Telefon derzeit leider nur noch zeitweise öffnen und Notfälle oft nur verzögert annehmen. Nicht weil wir nicht wollen, sondern weil uns schlicht die Kapazitäten fehlen.
Unsere fahrenden Engel haben seit Saisonbeginn gigantische Strecken zurückgelegt und viele tausend Kilometer für die Mauersegler abgespult. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre die Zahl der Tiere, die überhaupt bei uns ankommen, deutlich geringer. Dafür sind wir unglaublich dankbar.
Gleichzeitig müssen wir leider feststellen, dass die Bereitschaft, Tiere selbst zu einer Auffangstation oder einem Übergabepunkt zu bringen, oft sehr gering ist. Dabei ist genau das häufig der entscheidende Unterschied zwischen Hilfe und keiner Hilfe.
Bitte glaubt uns: Wir würden gerne jedem einzelnen Segler sofort helfen. Jeder Anruf, jede Nachricht und jedes Tier, das keine Hilfe findet oder es nicht schafft, geht uns nahe. 😢
Aber auch wir können nicht fliegen und nicht hexen.
Solange uns die nötigen Helfer fehlen, stoßen wir trotz aller Bemühungen an unsere Grenzen. Bitte habt Verständnis, wenn Antworten länger dauern, das Telefon zeitweise nicht besetzt ist oder wir nicht jeden Fall sofort übernehmen können.
Es tut uns um jeden einzelnen Mauersegler leid, den wir nicht rechtzeitig erreichen oder dem wir nicht helfen können. Wir tragen diese Fälle mit uns und wünschen uns nichts mehr, als für jeden einzelnen da sein zu können. Doch ohne ausreichend Unterstützung ist das leider nicht möglich.
Danke an alle, die fahren, Tiere bringen, Nachrichten beantworten, spenden, teilen und uns den Rücken stärken. Ohne euch wäre diese Arbeit nicht machbar. ❤️
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 20.06.2026Bitte teilt diesen Beitrag.
Allein gestern haben 10 Mauersegler-Babys ihr Leben verloren weil sie hochgeworfen wurden, obwohl sie flugunfähig waren, weil man versucht hat, ihnen Wasser einzuflößen und sie daran qualvoll erstickt sind, oder weil man sie einfach ihrem Schicksal überlassen hat und unsere Helfer nur noch ein bereits verstorbenes Tier vorfanden.
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 13.06.2026Kaum kommt die Sonne heraus und die Temperaturen steigen etwas, nehmen auch die Anrufe aus ganz Deutschland wieder deutlich zu.
Leider können wir nicht immer direkt eine Pflegestelle oder einen Helfer vor Ort vermitteln. Ein Problem, das uns dabei immer häufiger begegnet: Viele Menschen nutzen Facebook nicht mehr oder möchten sich auch für die Rettung eines Mauerseglers keinen Account erstellen.
Das ist natürlich jedem selbst überlassen. Die Realität ist jedoch, dass sich ein großer Teil der Wildvogelhilfe und viele Vermittlungsgruppen noch immer dort organisiert haben.
Den daraus entstehenden Frust bekommen wir dann gelegentlich ab. Heute durften wir zahlreiche WhatsApp-Nachrichten einer Dame lesen, die hunderte Kilometer entfernt wohnt. Von „unfähig“ bis hin zu der Aussage, wir seien schuld, wenn der Vogel stirbt über " wieso muss alles im Scheiss Internet statt finden " war alles dabei.
Dabei würden wir wirklich gerne jedem einzelnen Tier helfen. Aber wir können leider keine Pflegestellen herbeizaubern und unsere Hubschrauberstaffel zur bundesweiten Seglerrettung lässt leider noch auf sich warten.😉
Zum Glück gibt es aber auch die andere Seite: Viele Finder sind freundlich, verständnisvoll und dankbar. Und letztlich ist es für niemanden eine schöne Situation, wenn man helfen möchte und an Grenzen stößt.
Heute erreichten uns drei kleine Mauersegler aus Eisenberg, Mannheim und Traben-Trarbach. Unsere fahrenden Engel haben die Kleinen eingesammelt und sicher zu uns gebracht. Vielen Dank dafür ❤️
Der kleine Eisenberger ist leider ziemlich unsanft auf seinem Schnabel gelandet, das tut weh und ist jetzt echt blöd aber wir geben unser bestes das der Schnabel schnell heilt und alles gut wird , die anderen beiden hatten mehr Glück. Allen dreien fehlen ein paar Gramm auf den Rippen, aber das bekommen wir hin.
Nun heißt es erst einmal ankommen, fressen, wachsen und kräftig werden. ❤️
Gute Nacht ihr lieben 🥰
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 11.06.2026Heute haben wir leider keinen schönen Beitrag und auch keine Bilder, die man gern anschaut.
Wenn euch solche Themen belasten, scrollt bitte lieber weiter.
Trotzdem ist es wichtig, darüber zu sprechen, weil es immer wieder zu genau diesem Problem kommt:
Mauersegler am Boden und die Frage: „Sieht doch fit aus, kann ich ihn nicht einfach starten lassen?“
Unsere klare Antwort: Nein.
Wir erleben es leider viel zu oft, dass Segler als „gesund“ eingeschätzt werden, von Findern, Organisationen, manchmal Pflegestellen und auch Tierärzten. Und hier bei uns zeigen sich dann Verletzungen, die auf den ersten Blick niemand erkannt hat: offene Brüche, schwere Kopfverletzungen, aufgerissene Kehlen oder innere Schäden.
Und genau das ist das Problem,
viele Verletzungen sieht man nicht sofort, versteckt unter Federn, und sie lassen sich auch nicht aus der Ferne anhand von Fotos sicher beurteilen.
Ein Mauersegler kann noch aktiv wirken, kann sogar noch abheben und ist trotzdem schwer krank, verletzt oder viel zu schwach. Auch nach Katzenkontakt sieht man oft erstmal nichts. Der Vogel fliegt vielleicht noch los und stirbt dann Stunden oder Tage später an einer Infektion.
Ein Laie kann das nicht sicher beurteilen.
Und ein gut gemeinter Startversuch kann im schlimmsten Fall das Todesurteil sein.
Warum wir das heute so deutlich sagen?
Wir hatten gestern wieder so einen Fall.
Die Finderin schickte uns ein Foto zur Bestimmung, alles sah erstmal unauffällig aus, das Foto zeigte einen Mauersegler aus der Perspektive von oben. Sie sagte, der Segler sei sehr aktiv und wirke fit und fragte zum Glück nach, ob sie ihn nicht einfach wieder freilassen soll.
Wir haben klar gesagt: bitte auf keinen Fall freilassen. Unsere Dagmar holte den Mauersegler dort ab und brachte ihn sicher zu uns.
Als der Vogel bei uns ankam, zeigte sich das ganze Ausmaß, die Augenlider waren auf einer Seite komplett weg, herausgerissen?Wir wissen leider nicht, was diesem armen Geschöpf passiert ist. Das Auge und Teile des Schädels lagen frei. Das Auge war bereits stark geschädigt, der Mauersegler auf diesem Auge erblindet. Von den starken Schmerzen möchten wir gar nicht anfangen.
Und ja, dieser Vogel wäre noch flugfähig gewesen.
Ein paar Meter vielleicht. Und dann hätte er draußen einen langen, qualvollen Tod gehabt, das Glück, dass er ein zweites Mal gefunden wird, haben die wenigsten.
Auch wenn wir ihm aufgrund der Schwere dieser Verletzung keine Zukunft mehr an unserem Himmel schenken können, so konnten wir ihm doch weiteres Leid ersparen.
Deshalb unser dringender Appell an euch,
Wenn ein Mauersegler am Boden sitzt, hat das immer einen Grund.
Bitte lasst ihn immer von einer erfahrenen Stelle anschauen.
Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 07.06.2026Liebe Sonntagsgrüße aus der Kinderstube ❤️
Alle entwickeln sich prächtig.
Klein Vianney, die Jüngste im Bunde, versteckt sich wie eigentlich immer unter den schützenden Flügelchen ihres großen Bruders Hardy.
Bei den anderen Vieren mussten wir das Nest inzwischen vergrößern, dank euch haben wir ja alle Größen parat.
Unsere Ältesten haben es nämlich vorgezogen, immer wieder zu den Kleinen ins Nest zu schlüpfen. Der Wunsch war uns natürlich Befehl und nun gibt es ein großes gemeinsames Nest für alle.
Jetzt wird fleißig gekuschelt ❤️
An dieser Stelle nochmal tausend Dank an alle fleißigen Näh und Häkelfeen, dank euch haben die Zwerge stets einen kuscheligen Platz.
Und natürlich auch ein herzliches Dankeschön an alle anderen Unterstützer ❤️ Ohne euch wäre das alles gar nicht möglich.
Mauerseglerhilfe Apus e.V.
Gepostet am: 03.06.2026Ihr lieben,
Hier hat die Zellteilung ordentlich begonnen 🥹
Bereits 6 kleine Zwerge bewohnen unseren kuscheligen Inkubator und entwickeln sich bisher prächtig. Gleichzeitig erreichen uns weiterhin zahlreiche verunfallte adulte Mauersegler.
Leider auch wieder Schicksale, die uns trotz allem Erlebten jedes Mal aufs Neue tief treffen und sprachlos machen.
Gestern am späten Abend wurde aus unserer Pflegestelle in Freiburg ein Mauerseglerbaby gebracht, das zuvor bei einer Dame bereits seit letztem Donnerstag mit Mehlwürmern gefüttert wurde 😢
Vor allem in diesem frühen und wichtigen Entwicklungsabschnitt hat eine Mehlwurmfütterung nicht nur erhebliche Auswirkungen auf die Gefiederentwicklung, sondern auch auf die Gelenke. Wir können nur abwarten und hoffen.
Er hat sich sichtlich gefreut, nun ein fast gleichaltriges Geschwisterchen bekommen zu haben und dann war die Welt gleich gar nicht mehr ganz so schlimm. Ab jetzt wird alles besser ❤️
Heute Morgen erreichte uns ein Hilferuf aus dem Saarland von einer Helferin unseres Fahrerteams. In ihrem Ort war gestern während des Gewitters ein Mauersegler zu Boden gegangen. Wir organisierten schnell eine Fahrerkette. Kurz darauf kam noch ein zweiter Segler hinzu, der sich bereits seit dem 19.05. bei einer uns bislang unbekannten Wildvogel-Pflegestelle befand. Natürlich sagten wir sofort zu, beide Tiere aufzunehmen.
Doch für das arme Wesen aus dieser Pflegestelle fehlen uns die Worte…
Die Federn rund um den Schnabel waren kaum noch vorhanden. Das wenige, was noch da war, war mit Hackfleisch verklebt. Die Haut stark gerötet und bereits entzündet, abgemagert auf 32g.
Es tut unfassbar weh zu sehen, wie sehr diese kleinen Geschöpfe leiden müssen.
Und diesmal wird dieses Leid leider nicht einmal in einem Happy End enden…
Ich kann ihm nicht mehr helfen. Seine Schulter ist bereits versteift. Er wird nie wieder fliegen können 😢
Bitte meldet euch frühzeitig und sucht euch Hilfe. Es kann doch nicht sein, dass das niemand sieht oder dass so etwas einfach für gut befunden wird … 😭